Heimparenterale Ernährung (HPE)
Eine Heimparenterale Ernährung ist eine für viele Patienten wichtige und nicht selten lebenserhaltende Therapiemaßnahme. Sie kommt bei allen Patienten in Frage, die über einen längeren Zeitraum (> 3 Tage) nicht über den normalen Weg (oral oder enteral) ausreichend Nahrung zu sich nehmen konnten.
Dies betrifft Patienten, die an akuten Krankheiten des Magen-Darm-Traktes, wie beispielsweise einer Pankreatitis oder eine Ileus leiden; jedoch auch Patienten, bei denen im Rahmen einer Operation neue Verbindungen im Magen-Darm-Trakt (Anastomosen) angelegt wurden, werden in den ersten Tagen nach der Operation zur Entlastung der neu geschaffenen Verbindung auf diese Art und Weise ernährt.
Weitere Indikationen für eine Heimparenterale Ernährung sind
- Resorptions- oder Verdauungsstörungen im Dünndarm
- das Kurzdarmsyndrom
- Passagestörungen (z.B. Peritonealcarcinose oder stenosierende Tumoren im Magen oder Darm)
- kritisches Untergewicht, verursacht z.B. durch hohe Verluste (Diarrhoe, Ileostoma, häufiges Erbrechen), massive Appetitlosigkeit oder Übelkeit, z.B. während einer Chemotherapie.




